IT Crowd Club Liechtenstein

Ein typischer Tag im Jahr 2015

Wie könnte ein typischer Tag im Jahr 2015 aus ?

Es ist 06.24 Uhr, mein Fitnessarmband weckt mich zur optimalen Aufwachzeit mit leichten Vibrationen am Handgelenk sanft aus meinem Schlaf. Nach der morgendlichen Hygienearbeit schliesse ich mein Fitnessarmband an mein Smartphone an, um die Schlafphasen im Detail zu analysieren. Im gleichen Zug gibt mir mein Smartphone per Sprachnotiz die wichtigsten Eckdaten für den Tagesablauf bekannt: Wetter, Termine, Emails, wichtiges aus der Welt, etc..

Auf dem Weg zur Arbeit lese ich online noch ein paar Seiten aus der aktuellen Tageszeitung und höre dazu meinen selbst zusammengebastelten Radiosender, WLAN in allen LBA Bussen sei Dank.

Kurz vor Mittag erhalte ich auf dem Smartphone die tagesaktuellen Menüs der Restaurants, die sich in unmittelbarer Nähe meines Arbeitsplatzes befinden, per Knopfdruck reserviere ich mir direkt einen Tisch und profitiere von speziellen Rabatten wie bspw. einem Freigetränk, weil ich bereits das zweite mal diese Woche hier essen gehe. Bezahlt wird kontaktlos per Smartphone, NFC ist bereits in den Geschäften und Restaurants zum Standard geworden.

Nach Feierabend auf dem Weg nach Hause erinnert mich mein Smartphone per Geo-Erinnerung daran noch Brot und Fleisch für’s Abendessen einzukaufen. Im Geschäft erreicht mich ein neuer Eintrag auf der cloudbasierten Einkaufsliste. Meine Frau schreibt, ich soll noch eine Tüte Milch mitbringen. OK, Milch ins Körbchen gepackt und der Eintrag in der Einkaufsliste abgehakt. Brot, Milch und Fleisch habe ich bereits per App eingescannt und kann damit bei der Kasse wieder mittels NFC bezahlen. Auf dem Weg zur Kasse bekomme ich noch ein aktuelles Angebot, heute Melonen zum halben Preis, die App zeigt mir auch sofort wie ich am schnellsten zur Früchte und Gemüse Abteilung komme, damit ich keine Zeit mit Umherirren im Einkaufszentrum verliere.

So, jetzt aber flott nach Hause, das virtuelle Fitnesstudio, in dem ich schon ein paar Monate Mitglied bin, wartet mit einem Workout auf mich. Per TV connecte ich mich übers Internet ins Fitnessstudio und bekomme die Übungen präsentiert. Mein Kumpane Fritz ist auch gerade online und wir setzen uns gemeinsam eine Challenge für 600 Kalorien. Uff, Workout vollendet, Ziel erreicht, in der Highscore-Liste der Kollegen immer noch in den Top3… Hunger.

Da die meisten Arbeitgeber Google Glass aufgrund Datenschutzbestimmungen bereits im Geschäft verboten haben, setze ich mir die Brille erst jetzt, nach Feierabend auf.

Kurz ein Foto mit der Google Brille vom Abendessen geschossen und auf Facebook gepostet, kurz darauf erhalte ich bereits die ersten Likes, UnLikes und Kommentare. Facebook zur Seite geschoben und das TV Programm im Blickfeld, die App erkennt bereits meine Vorlieben und zeigt mir nur die Sendungen an, die mich auch wirklich interessieren.

Meine PS4 meldet sich per Google Glass, ein neues Game, das mich interessieren könnte, ist im Online Store verfügbar. OK, liebe PS4, lade es mir bitte herunter. Nach ein paar Minuten die Meldung, Spiel ist nun ready.
Nichts wie los auf die Couch, um das neue Spiel auszuprobieren, mein Kumpel Fritz spielt gerade das selbe Spiel, ich connecte mich zu ihm und wir spielen gemeinsam als Allianz.

Und schon neigt sich der Tag dem Ende, wie könnte euer Tag in 2015 aussehen ?

4 Kommentare zu “Ein typischer Tag im Jahr 2015

  1. mega

    „Nach der morgendlichen Hygienearbeit schliesse ich mein Fitnessarmband an mein Smartphone an“

    Hört sich mehr nach Steinzeit an, als nach Zukunft …
    Nur weil Jawbone es wagt, sowas unpraktisches rauszubringen, heißt es ja nicht das die Zukunft so aussehen muss.
    Fitbit kann schon heute drahtlos, nur ist deren Armband schlechter als der Vorgänger (Fitbit One) den man aber in der Tasche oder am Gürtel trägt.
    Und bei beiden muss man manuell starten/stoppen, wenn man schläft.
    Das ist einer der vielen Punkte, die in Zukunft besser werden müssen: Das Zeug muss sich einfach Hersteller-übergreifend intelligent verbinden. Meine Squeezeboxen wissen, wenn ich ins Bett gehe oder aufgestanden bin…

    Da muss einfach noch einiges kommen: Alles mit jedem Gerät steuern/regeln, syncronisieren, überall sehen und haben, …
    Dabei aber Ortsabhängig und Zustandsabhängig z.B. nur zuhause und wenn wach in Messengern erreichbar sein, …

    1. Fabio Cavalera Autor des Beitrags

      Hallo mega

      In diesem Punkt bin ich ganz auf deiner Seite, in Zukunft sollten diese manuellen Vorgänge und Synchronisationen komplett automatisch durchgeführt werden. Auch die ganze Kabelflut sollte sich stark verringern.

  2. mega

    Gegen Kabelsalat kommt ja hoffentlich immer mehr Wireless Charging.
    Zumindest bei Handys.

    Tablets haben dagegen nichtmal einheitliche Ladestecker.
    Für Notebooks wäre das auch zu Wünschen. Ggf in 3 Versionen für verschiedene Leistungsklassen damit bei Netbooks das Netzteil nicht größer ist als das Gerät, nur um ggf zu Alienware-Geräten kompaitbel zu sein.

    Dafür hat man dann mit Smartwatch, Fitness-Armband, ggf noch nen Fitness-Tracker, Fahrrad-Garmin, Outdoor-Garmin, …
    wieder nen Haufen zusätzlicher Geräte die sich alle nur für einen begrenzten Zweck eignen.
    Und die ganzen Geräte wollen verwaltet, geladen, syncronisiert werden.
    – Am Outdoor-Garmin führt erstmal kein Weg vorbei…
    – Aber ne Smartwatch die man ohne umständliches Gefummel ans Rad bekommt (Armband bleibt am Arm, Gehäuse kommt auf Fahrradhalter) muss doch wohl möglich sein? Natürlich mit Erkennung des Halters und passendem Modus-Wechsel. Idealer weise wird die Uhr da auch gleich geladen (aus dem Dynamo und zwa ohen Steckerfummeln).
    – Und das Fitness-Tracking/Sleeptracking muss doch wohl auch mit Uhr + Handy gehen und zwar ohne das deren Akkus viel zu schnell leer sind wie bei den Sleep-Apps wo das Handy mit im Bett liegen muss.
    – Und natürlich sollte die Uhr wie ein Silikon-Armband sein, also unauffällig leicht zu tragen. Fitbit Flex war mir neben den fehlenden Funktionen auch zu groß. Ein Armband (ganz ohne Funktion) hab ich aber immer um. Ok, das wird weder schwierig wenn sowas gleichzeitig aufs Fahrrad setzbar sein soll. Wasserfestigkeit (inkl schwimmen/tauchen im Hallenbad) einer Smartwatch versteht sich ja wohl von selbst?
    – Ne Brille kanns erst nicht sein, ist ja noch lästiger als ne Uhr

    1. Fabio Cavalera Autor des Beitrags

      Ja die eierlegende Wollmilchsau in diesem Bereich muss erst noch geboren werden, es benötigt einfach noch zu viele einzelne Komponenten, die in sich ihre Arbeit schon mal gut verrichten. Aber so ein ultimatives Teil das “fast” alle Funktionen / Lebenslagen abdeckt gibt es leider noch nicht.

      Mal sehen was die Zukunft bringt, vielleicht werden wir ja bald eines besseren belehrt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.