IT Crowd Club Liechtenstein

Besucht: X.DAYS in Interlaken

Vom 14. bis 15. März habe ich zum ersten Mal die X.DAYS in Interlaken besucht. Nachdem ich schon mehr in einer IT-Zeitschrift positiv darüber gelesen habe, nutzte ich dieses Mal die Chance und ging vor Ort, um zu sehen was dahinter steckt.

Hauptziel dieses Events ist es, dass sich die Schweizer ICT-Szene trifft und fleissig „Networking“ betreibt. Und ich muss sagen, das Ziel wurde definitiv erreicht. Ich konnte zwei IT-Leiter kennen lernen, welche bei den anderen zwei grossen Liechtensteiner Banken arbeiten, da wir alle drei gleichzeitig bei der gleichen Firma standen und einer der Key Accounts uns dann gegenseitig vorstellte. Danach entstanden sehr interessante Gespräche über die üblichen Probleme in unserer Branche und die verschiedenen Lösungsansätze.

Für mich immer wieder faszinierend, wie man die genau gleichen Probleme total anders angeht oder aber auch die IT-Organisation selbst, welche in jedem Betrieb anders aussieht. Neben den Liechtensteiner Bekanntschaften hatte ich aber auch spannende Gespräche mit IT-Leitern von anderen Schweizer Banken. Und auch das Gespräch mit einem Data-Mining Spezialisten bei der FMA Schweiz war sehr interessant, wenn man z.B. erfährt wie IT hilft Banken zu bewerten und das Risiko von finanziellen Problemen mittels Algorithmen und halb-öffentlichen Daten versucht abzuschätzen.

Genau das war auch das Hauptthema des diesjährigen Events. Schlagwort: „Big Data“ und was man damit macht. Themenmässig war auch die Private Cloud dieses Jahr im Fokus, aber auch Social Media und die möglichen Auswirkungen auf Unternehmen. Ach ja, alle Beiträge können auf der X.DAYS Homepage angesehen werden.

Meine persönlichen Highlights hier kurz zusammengefasst:

  • Ex „10-vor-10“-Moderatorin Susanne Wille -> Da hat man gemerkt, dass ein Vollprofi am Werk ist. Eine solche souveräne Moderation habe ich bisher noch nicht bei so einem Event erlebt.
  • Beitrag von Richard David Brecht -> Unbedingt den Video ansehen! Am Ende gibt er eine Aussicht, wie Social Media bzw. eine totale Transparenz von Information über Personen die Welt in negativer Weise verändern könnte. Seine Gedankengänge waren für mich echte Denkanstösse, um meine bisherige eher positive Sichtweise von Social Media zu hinterfragen
  • CIO von Coop -> Ich war überrascht von seiner modernen Denkweise. Äusserlich hätte ich ihn ganz anders eingeschätzt
  • Beitrag von Sascha Lobo -> Gekannt habe ich ihn nicht, aber ist scheinbar einer der bekanntesten deutschsprachigen Blogger der Welt. Interessante Erklärungen zu Blogging, Twittern und allgemein Social Media und warum diese Themen so gross wurde, ohne dass es die Unternehmen gemerkt haben, und was die Herausforderung für Unternehmen sein werden
  • Das Produkt „Vblock“ von VCE -> Das war das erste Mal etwas, was meiner Meinung nach den Begriff „Private Cloud“ verdient. Momentan ist es zwar für eine grössere Firma mit bestehender IT-Infrastruktur sehr, sehr schwierig, solch eine Komplettlösung zu integrieren. Aber wenn ich eine neue Firma gründen würde, welche eigene IT Infrastruktur benötigt, würde ich diese Option garantiert prüfen. In Liechtenstein gibt es solche Dinger scheinbar noch nicht. Wenn aber jemand schon Erfahrungen damit gemacht hat, dann wäre ich sehr interessiert an Informationen.
  • Technische Infrastruktur des Events -> WLAN Top! Überall vorhanden, 30 Mbit Up/Download. Twitterchannel, welcher rege genutzt wurde und interaktiv in die Beiträge eingebaut, wenn z.B. Fragen oder Meinungen via Twitter kamen. Einer hat am Ende ein „Nokia Lumen 800“ geschenkt bekommen, da er am Tag twitterte „Wenn ich heute ein Nokia Lumen geschenkt bekommen, gebe ich mein iPhone ab“. Ob er es am Ende wirklich nahm, ist leider unbekannt ;-) Es gab auch eine eigene App für den Event, in welchem alle Infos zum Event und Ausstellern, aber auch gleichzeitig jeder Beitrag bewertet werden konnte und Umfragen regelmässig gemacht wurden. Die Resultate wurden laufend bei Screens veröffentlicht. Und auch dass komplett alle Beiträge praktisch direkt danach online verfügbar waren, ist sehr beeindruckend.

Mein Fazit zum Event: Absolut empfehlenswert, wenn man die Möglichkeit erhält und eingeladen wird! Ich habe auf jeden Fall fest vor nächstes Jahr wieder dahin zu gehen. Die Reisezeit von 3 Stunden via Zug ist auch halb so schlimm, da man heutzutage sich ja sehr gut mit den Smartphones und Tablets verweilen kann.

Ach ja, was mir persönlich aufgefallen ist: Im Zug verweilen sich bereits mehr Leute mit Smartphones und Tablets, einige noch mit Notebooks und ganz wenige mit Bücherlesen. By the way, ich kann mich auch noch an die Zeit der Blackberry’s bei solchen Events erinnern (3-4 Jahre her?!?), letztes Jahr war es das iPad und dieses Jahr scheinen die Smartphones (Apple, Android und auch Windows Phones) wieder überhand genommen zu haben. Bin gespannt was in 3-4 Jahren dann im Trend ist ;-)

3 Kommentare zu “Besucht: X.DAYS in Interlaken

  1. Ich :)

    Interessanter Beitrag, bei deinen Highlights scheinen einige Dinge dabei zu sein, die mich auch interessieren. :-)

    Was mich aber ein wenig erstaunt: Man kann die Videos auf xdays.ch nicht anschauen, ohne Silverlight zu installieren. :S Oder hab ich da in der Eile was übersehen? :)
    Ich hatte mich schon gefreut, die ganzen Flash-Videos werden so langsam durch den html5 video-tag ersetzt und dann so was…

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